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Anis – Nicht nur lecker sondern auch gesund!

Sie kennen Anis vermutlich ganz klassisch aus der Weihnachtsbäckerei oder aber von dem griechischen Schnaps Ouzo. Aber Anis kann mehr, als nur gut schmecken − Sie können ihn ganz gezielt für Ihre Gesundheit einsetzen. Und zwar so:

Erstaunliche Vielseitigkeit des Doldenblütlers.

Anis zählt zu den Doldenblütlern. Es ist eine krautartige, einjährige Pflanze, die ca. einen halben Meter Höhe erreicht. Von Juli bis August trägt die Pflanze weiße Blütendolden, aus denen die Früchte entstehen. Die Früchte, die wie Samen aussehen, sind der Teil der Pflanze, die zu medizinischen Zwecken verwendet werden.

Anis wird seit jeher als hustenstillendes und krampflösendes Mittel eingesetzt. Daher wird Anistee gern bei Erkältungskrankheiten getrunken. Das im ätherischen Öl der Anisfrüchte enthaltene Anethol wird über die Lungen ausgeschieden. In den Atemwegen unterstützt es die Tätigkeit der Flimmerhärchen. Je besser die Flimmerhärchen arbeiten, desto besser können Krankheitserreger ferngehalten und abtransportiert werden. Zudem verflüssigt das Anethol das Bronchiensekret, das dadurch leichter abgehustet werden kann.

Anis wirkt sich auch günstig bei Magen- und Darmschwäche aus, denn es regt die Magensäure-Sekretion an. Bei ballaststoffreichen Vollkorn-Speisen dient er der besseren Verdaulichkeit. Gleichzeitig entspannen die ätherischen Öle der Anisfrüchte die glatte Muskulatur der Bauchorgane. Verantwortlich für den Geruch und Geschmack von Anis ist das oben schon erwähnte Anethol, ein ätherisches Öl.

Anis oder Sternanis?

Steckbrief Anis

  • Andere Bezeichnungen:
    Brotsamen, Runder Fenchel und Süßer Kümmel
  • Geruch:
    erinnert an Lakritz
  • Geschmack:
    süßlich-herb, sehr aromatisch, dabei ein wenig scharf und lakritzartig
  • Ideal für:
    Brot, Kuchen und Plätzchen, Fischgerichte und Meeresfrüchte, Hackfleischgerichte
  • Anis findet sich in Anisschnäpsen:
    wie z. B. Pernod, Ouzo, Pastis, Raki, Sambuca, Absinth, Arrak oder Anisette

Anis enthält folgende Inhaltsstoffe:

  • ätherisches Öl mit Anethol, Methylchavicol, Anisaldehyd
  • Kaffeesäurederivate
  • Flavonoide
  • Eiweißstoff

Sternanis

Die hübsche kleine Frucht gleicht einem kleinen Stern und ähnelt im Geschmack dem Anis, mit dem Sie jedoch nicht verwandt ist. Der Sternanis ist ein immergrüner Baum aus der Familie der Sternanisgewächse, der in Südchina und Vietnam beheimatet ist. Der Baum trägt sogenannte Balgfrüchte, die wie kleine Sterne mit acht Taschen aussehen, in ihnen liegt jeweils ein Samenkorn. Allerdings enthalten Anis und Sternanis beide Anethol, sodass sie in der Wirkung ähnlich sind.

Anbauen, sammeln oder kaufen?

Die Frage ist schnell beantwortet, denn Anis ist im östlichen Mittelmeerraum beheimatet und in gemäßigten, subtropischen Zonen weit verbreitet. Bei uns gedeiht Anis nur in sehr heißen Sommern gut. Von Sammeln rate ich Ihnen auch ab, denn es besteht eine große Verwechselungsgefahr zum giftigen Schierling.
Bleibt: Kaufen Sie die Samen am besten in der Apotheke! Die besten Tipps zum Kauf Am besten kaufen Sie Anis im Ganzen und mahlen die Samen bei Bedarf, denn gemahlen verliert er schnell sein Aroma. Lagern Sie die Samen trocken, kühl und lichtgeschützt. So aufbewahrt halten die Samen ein Jahr oder sogar länger. Ich rate Ihnen allerdings, sie innerhalb von vier bis sechs Monaten aufzubrauchen, da sich das Aroma deutlich früher verliert.

Probieren Sie einmal folgende Tipps:

Anistee bei hartnäckigem Husten

Kaufen Sie nicht sofort teure Hustensäfte. Es gibt einige natürliche Möglichkeiten, um den Schleim zu lockern, zu lösen und den unangenehmen Husten auf natürlich Weise wieder loszuwerden. Versorgen Sie sich mit ausreichend Anistee. Zerdrücken Sie dafür einen Teelöffel Anissamen und gießen Sie 250 ml kochendes Wasser auf. Lassen Sie den Sud für eine intensive Wirkung zehn Minuten ziehen. Danach über den Tag verteilt mehrere Tassen ungesüßt oder mit etwas Honig gesüßt trinken.

Anistee als natürliche Hilfe bei Blähungen

Mischen Sie je 50 g Anis, Fenchel, Koriander und Kümmel. Diese Tee-Mischung können Sie auch fertig in der Apotheke kaufen. Überbrühen Sie zwei bis drei Teelöffel der Mischung mit etwa 200 ml kochendem Wasser und lassen Sie den Tee etwa zehn Minuten zugedeckt ziehen. Danach seihen Sie ihn ab und trinken den warmen Tee schluckweise jeweils nach den Mahlzeiten.

Stillen leicht gemacht

Stillenden Müttern hilft reiner Anistee bei der Milchbildung.

Läuse adé!

Anisöl wirkt auf das Atmungssystem von Kopfläusen verstopfend, wodurch die Parasiten ersticken. Anisöl ist daher eine für den Menschen nebenwirkungsfreie Alternative zu chemischen Mitteln gegen Kopflausbefall.

Auch in der Küche ein gern gesehenes Gewürz.

Winterglühwein mit Anis

1 Flasche Rotwein
250 ml roten Traubensaft
Saft einer Orange
4 Gewürznelken
1 Zimtstange
1 Vanillestange (aufgeschnitten, das Mark auskratzen)
2 Sternanis

Gießen Sie den Rotwein zusammen mit Traubensaft, Orangensaft, Gewürznelken, Zimtstange, Sternanis, Vanillestange und dem Vanillemark in einen großen Topf. Erhitzen Sie die Zutaten so lange, bis es kurz vor dem Kochen ist. Nehmen Sie die Zimt- und Vanillestangen, den Sternanis und die Gewürznelken heraus und servieren Sie den Glühwein in vorgewärmten Gläsern.

Anislikör hilft nach schwerem Essen

2 TL reife Samen zerstoßen und mit ¼ l heißem Wasser übergießen. Nach dem Erkalten ½ l Ansatzkorn (70 Prozent) zufügen. 250 g Zucker in ¼ l Wasser aufkochen und nach dem Abkühlen mit dem Auszug mischen. Nach dem Filtern in kleinere Flaschen füllen und noch eine Weile kühlgestellt reifen lassen.

Anisplätzchen zum Tee

Vermischen Sie 125 Gramm Blütenhonig mit 125 Gramm Zucker und vier Eiern. Geben Sie dann einen gehäuften Esslöffel gemahlene Aniskörner und 300 Gramm (Vollkorn-)Mehl dazu und verrühren Sie alles. Geben Sie den Teig in eine Teigspritze und verteilen Sie die Masse − ähnlich wie Makronen − auf dem Backblech. Über Nacht trocknen lassen und am nächsten Tag ca. 20 bis 25 Minuten bei 150°C (Umluft 130°C) backen.

Leckeres Anis-Menü für Vier:

Anis-Lachs auf Salat

1 Lachsfilet ohne Haut und ohne Gräten, à ca. 600 g
20 g Anis
7 Wacholderbeeren
4 Thymianzweige
35 g Meersalz
25 g Zucker
15 g Sesamsaat (geschält)
½ Kopf Frisée-Blattsalat
50 g Rettichsprossen
30 g Alfalfasprossen
4 Esslöffel Balsamicoessig
Salz
Pfeffer
⅛ l Olivenöl

Putzen Sie das Lachsfilet. Zerstoßen Sie Anis und Wacholderbeeren im Mörser. Zupfen Sie die Thymianblättchen von den Stielen und geben Sie sie mit dem Meersalz zur Anis-Wacholder- Mischung. Erneut zerstoßen. Zum Schluss geben Sie den Zucker dazu. Reiben Sie das Lachsfilet von beiden Seiten mit der Gewürzmischung ein. Geben Sie das Filet in einen Gefrierbeutel, verschließen Sie ihn fest und lassen Sie das Filet mindestens 24 Stunden im Kühlschrank beizen. Rösten Sie den Sesam ohne Fett in einer Pfanne goldbraun. Inzwischen waschen Sie den Friseesalat und zupfen ihn in kleine Stücke. Die Sprossen waschen Sie ebenfalls und mischen sie mit dem Salat. Rühren Sie aus Balsamicoessig, Salz, Pfeffer und Olivenöl eine Salatsauce an. Mischen Sie den Salat mit der Sauce. Reiben Sie die Beize vom Lachsfilet mit Haushaltspapier ab. Braten Sie es in etwas Öl von beiden Seiten je eine bis zwei Minuten an. Dann lassen Sie es etwas ruhen und schneiden es anschließend in schmale Scheiben. Richten Sie den Salat auf Tellern an und streuen Sie den gerösteten Sesam obendrüber. Legen Sie das Lachsfilet dazu und servieren Sie den Salat mit Baguette.

Anis-Gnocchi

2 TL Anissamen
5 EL Petersilie
100 g Butter
Salz
Pfeffer
1 kg Gnocchi
8 Scheiben Rohschinken
Olivenöl
60 g Parmesan

Rösten Sie die Anissamen in einer Pfanne ohne Fett kurz an, dann auskühlen lassen. Anschließend hacken Sie sie grob oder im zerkleinern sie im Mörser. Vermengen Sie die Petersilie mit der weichen Butter und dem Anis, dann mit Salz und Pfeffer abschmecken. Kochen Sie die Gnocchi laut Packungsanweisung in Salzwasser und gießen Sie ab. Dann geben Sie die Gnocchi wieder in den Topf. Fügen Sie die Gewürzbutter hinzu, vermengen Sie alles und lassen Sie die Gnocchi zwei Minuten ruhen. Braten Sie in der Zwischenzeit den Rohschinken mit etwas Olivenöl in einer Pfanne knusprig. Richten Sie die Gnocchi auf Tellern an, bestreuen Sie sie mit Parmesan und legen Sie die gebratenen Schinkenscheiben obenauf.

Anis-Grapefruit-Granita

150 ml Wasser
150 g Zucker
2 Sternanis
250 ml Tassen frischgepressten Grapefruitsaft

Bringen Sie Wasser, Zucker und Sternanis zum Kochen. Rühren Sie, bis der Zucker sich auflöst. Holen Sie den Sternanis heraus und kühlen Sie den Sirup ab. Schütten Sie den Sirup in den Grapefruitsaft, nochmal rühren. Frieren Sie die Mischung in einem flachen Metallbehälter ein. Rühren Sie ca. alle 40 Minuten mit einer Gabel durch, bis die Flüssigkeit gefroren und körnig ist. Das tritt nach ca. sechs Stunden ein. Zum Servieren schaben Sie die Granita mit einem Löffel ab und füllen sie z. B. in Cocktailschalen. Wenn Sie möchten, können Sie die Granita mit Prosecco oder Sekt auffüllen.

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