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Darm

Eine gesunde Verdauung dauert 16 bis 24 Stunden von der Nahrungsaufnahme bis zum Stuhlgang. Bei den US-Amerikanern beträgt sie sogar im Schnitt 96 Stunden. Das heißt Abfallprodukte rotten 4 Tage lang im Darm und vergiften den Blutkreislauf. Kein Wunder, dass Sie viele Gesundheits-Probleme haben, wie:
Müdigkeit, peinliche und übel riechende Blähungen, unerklärliche Schmerzen, Reizdarm, schlechter Atem, Blutzuckerschwankungen, unreine Haut, Energielosigkei und vieles mehr.

Ihren Darm wieder fit zu machen,
das ist das Wichtigste, was Sie für Ihre Gesundheit tun können.

Tatsache ist, dass die Darmflora einen enormen Einfluss sowohl auf die physische als auch auf die mentale Gesundheit hat. So steuern die in uns lebenden Darmbakterien nicht nur unser Immunsystem, sondern auch unsere Emotionen. Ist der Darm jedoch durch eine ungesunde Lebensweise geschwächt, nehmen schädliche Mikroorganismen überhand und verdrängen die nützlichen Darmbakterien – das Milieu im Darm gerät aus dem Gleichgewicht. Unsere Abwehrkraft sinkt und Krankheitserreger haben leichtes Spiel. Probiotika können hier Abhilfe schaffen. Die Einnahme von Probiotika zur Steigerung der allgemeinen Gesundheit wurde lange Zeit unterschätzt.

Wenn Sie die Einnahme von Probiotika erhöhen, sei es durch den regelmäßigen Verzehr von fermentierten Lebensmitteln, Zusatzpräparaten oder einer Kombination beider, wird es nicht nur eine tiefgreifende Auswirkung auf Ihr Verdauungssystem, sondern auch auf Ihren allgemeinen Gesundheitszustand haben. Erfahren Sie hier, wie Sie sich am sinnvollsten ernähren oder Ihre Nahrung ergänzen, damit Ihr Körper rundum gut versorgt und gesund ist.

Was sind Probiotika?

Dank zahlreicher Medien- und Marketingberichte nehmen die meisten Menschen an, dass Probiotika Bakterien sind, die für ein gut funktionierendes Verdauungssystem zuständig sind. Das stimmt soweit und ich werde das auch im Verlauf dieses Reports immer wieder erwähnen. Jedoch ist das nur einer der Aspekte, wie Probiotika unsere Gesundheit beeinflussen. Ganz allgemein formuliert, sind Probiotika Bakterienstämme, die eine gesundheitsfördernde Wirkung haben, da sie den Wirt schützen und Krankheiten vermeiden. Auch wenn es ein unangenehmer Gedanke ist, so ist unser Körper buchstäblich übersät mit Bakterien. Auf jede menschliche Zelle im Körper kommen 10 Mikroben. Diese guten Bakterien sind auf dem ganzen Körper (und nicht nur im Magen-Darm-Trakt) anzufinden und mit Millionen anderer Bakterien setzen sie das sogenannte „Mikrobiom“ zusammen. Die symbiotische Beziehung zwischen Menschen und Bakterien hat sich über die Jahrtausende entwickelt und einige unserer grundlegenden Stoffwechselfunktionen sind nun von jener abhängig. Bakterien im Dickdarm spielen zum Beispiel eine wichtige Rolle bei der Produktion von Vitamin K, das für die Blutgerinnung und die Bildung neuer Knochensubstanz zuständig ist. Darüber hinaus stellen Bakterien im Darm sicher, dass überschüssige Gallensäure und Hormone abgebaut werden, was den Cholesterin- und Östrogenspiegel in einem gesunden Gleichgewicht hält. In der Tat ist der Einfluss von Bakterien so enorm, dass einige Leute unsere Bakterienkolonien als separate Organe des Körpers bezeichnen. Probiotika werden normalerweise in Zusammenhang mit der Verdauung abgehandelt, da diese guten Bakterien den gesamten Verdauungstrakt dicht besiedeln; sie sind besonders zahlreich im Dünn- und Dickdarm. Sie haben zahlreiche Funktionen und fördern das Wohlbefinden, so z.B. die erleichterte Aufnahme von Nährstoffen aus Nahrungsmitteln und die Stärkung des Immunsystems, indem sie die Aufnahme von Krankheitserregern und anderen Giftstoffen in den Körper blockieren. Ich werde auf die gesundheitlichen Vorzüge in den folgenden Fragen detaillierter eingehen.

Wie gelangen GUTE Bakterien überhaupt in den Körper?

Früher nahm man an, dass unsere probiotische Flora in erster Linie von unserer Mutter bei der Geburt und dann auch beim Stillen (bei denen, die sich dafür entscheiden) übertragen wird. Zusätzliche Bakterien werden durch normalen menschlichen Kontakt mit Erwachsenen und anderen Kindern übertragen. Auch wenn dies weiterhin zutrifft, hat eine kleine Studie nachgewiesen, dass Bakterien bereits vor der Geburt unseren Darm besiedeln, vermutlich über die Plazenta. Dieses bessere Verständnis über den Aufbau unserer Bakterienflora macht es möglich, die Darmgesundheit des Kindes schon vor der Geburt zu beeinflussen. Wenn das Kind mit den Bakterien seiner Mutter in Berührung kommt, dann setzt man sozusagen den Grundbaustein fürs Leben. Diese Bakterien unterstützen den Aufbau der Mikroflora, die sich dann nach und nach im Verdauungssystem des Kindes etabliert. Daher kann man durchaus annehmen, dass eine gesündere und komplexere Bakterienflora der Mutter zu einer gesünderen und vielfältigeren Darmflora des Kindes führt. (Es ist auch wahrscheinlich, 6 Probiotika 7 dass das Kind insgesamt viel gesünder sein wird.) Wie Sie in Frage 15 sehen werden, spielt die Vielfältigkeit der Darmbakterien eine besonders wichtige Rolle, da eine komplexe Darmflora die Gesundheit am besten fördert.

Was sind die besten Nährstoffquellen für Probiotika?

Durch die regelmäßige Einnahme von Lebensmitteln mit fermentierter Milchsäure kann man probiotische Bakterien im Magen- Darm-Trakt am besten unterstützen. Produkte mit fermentierter Milchsäure (auch als natürlich fermentierte Lebensmittel bezeichnet) sind z.B. zubereitetes Gemüse (Kimchi, Sauerkraut), Milchprodukte (Dickmilch, Joghurt, Käse, Buttermilch, Kefir), Sojaprodukte (Natto, Miso, Tempeh, Sojasauce, fermentierter Tofu) und mein persönliches Lieblingsprodukt: natürlich fermentiertes, unpasteurisiertes Bier. Lebensmittel mit fermentierter Milchsäure sind schon seit tausend von Jahren ein Grundnahrungsmittel; durch Milchsäuregärung entstandener Kohl wird als eines der besten heilenden Mittel seit Menschengedenken verehrt. Jahrzehnte vor der Entdeckung von Antibiotika wurde z.B. Kohlsaft erfolgreich bei der Prävention und Heilung von Magengeschwüren eingesetzt. Die Fähigkeit, den Wachstum von krankheitserregenden Bakterien zu unterbinden und zu blockieren, ist nur einer der Vorzüge dieser Lebensmittel.

Wer sollte Probiotika zu sich nehmen?

In Anbetracht der westlichen Ernährungsweise und des Lebensstils sollte meiner Meinung nach jeder die Darmbakterien und -flora täglich stärken. Vergessen Sie nicht, dass Darmbakterien lebende Organismen sind und alle Dinge, die wir in den Mund nehmen, haben eine Wirkung auf sie. Lebensmittel, Getränke, Medikamente – sogar Amalgamfüllungen haben einen schädlichen Einfluss auf probiotische Bakterien. Unwissentlich konsumieren wir bis zu einem gewissen Grad alle Dinge, die das Abtöten der guten Bakterien beschleunigen.

Medikamente – sowohl verschreibungspflichtige als auch im Handel erhältliche – sind ein hervorragendes Beispiel dieser Art. Antibiotika sind dafür bekannt, Verdauungsstörungen hervorzurufen; jedoch enthalten alle Medikamente Substanzen, die für Darmbakterien giftig sind. Nicht-steroidale entzündungshemmende Medikamente stören ganz besonders die Darmflora, wenn sie längerfristig eingenommen werden.

Auch andere Faktoren können Ihre Mikroflora versehentlich schädigen. Darunter fallen etwa eine Ernährung mit zu wenig Ballaststoffen und einem hohen Anteil an raffinierten Kohlenhydraten und das Trinken von chloriertem Wasser als auch eine erhöhte Belastung durch toxische Metalle, Schadstoffe und Strahlung. Es macht daher Sinn, dass wir gegen die tägliche Schädigung der guten Bakterien etwas unternehmen. Daher bin ich überzeugt, dass jeder fermentierte Lebensmittel oder Zusatzpräparate täglich zu sich nehmen sollte.

Welchen gesundheitlichen Nutzen hat man bei der Einnahme von Probiotika?

Wenn Sie die Einnahme von Probiotika erhöhen, sei es durch den regelmäßigen Verzehr von fermentierten Lebensmitteln, Zusatzpräparaten oder einer Kombination beider, wird es nicht nur eine tiefgreifende Auswirkung auf Ihr Verdauungssystem, sondern auch auf Ihren allgemeinen Gesundheitszustand haben. Ich werde detaillierter auf den gesundheitlichen Nutzen in den Fragen 6-15 eingehen. Hier jedoch eine Liste der Vorteile von Probiotika:

  • Verbesserung der gesamten Verdauungstätigkeit 
  • Linderung von Blähungen, Verstopfung, Durchfall und anderen typischen Verdauungsproblemen 
  • Unterstützung der Vitamin- und Nährstoffaufnahme 
  • Erhalt eines gesunden Cholesterinspiegels 
  • Reduzierung von Hefe- und Harnwegsinfektionen 
  • Bessere Gewichtskontrolle 
  • Höhere Lebensdauer
  • Regulierung des Hormonspiegels 
  • Stärkung des Immunsystems 
  • Vorbeugung von Halsschmerzen, Sinus- und Ohrinfektionen 
  • Verbesserung des Mundgeruchs 
  • Stärkung der Darmschleimhäute 
  • Erhöhter Energielevel 
  • Verbesserung der Gemütslage und stressbedingter Verdauungssymptome

Welche Bakterienstämme sind am besten?

Es ist schwierig, genau zu sagen, welche der Tausenden von Bakterienstämmen im Verdauungstrakt am besten sind, weil alle zusammenarbeiten, um die Gesundheit zu erhalten. Bei bestimmten Beschwerden sind jedoch einige besser als andere. Aufgrund der Rolle, die probiotische Bakterien in Bezug auf die Gesundheit der Vagina haben, würden Frauen zum Beispiel Produkte mit Bakterienstämmen bevorzugen, die diesen Gesundheitsaspekt unterstützten. Wenn Sie oft ins Ausland reisen, dann wäre ein Produkt mit Bakterienstämmen, die gegen Reisedurchfall wirken, vorteilhaft. Wenn Sie häufig Probleme mit den Nebenhöhlen haben, würden Sie nicht dieselben Bakterienstämme wie bei Verstopfung einnehmen.

Sind Probiotika in Lebensmitteln besser, schlechter oder genauso gut wie Zusatzpräparate?

Ich glaube, dass die besten Nahrungsmittelquellen für probiotische Bakterien natürlich fermentierte Lebensmittel wie Joghurt und Sauerkraut sind. Jedoch muss ich darauf hinweisen, dass diese Lebensmittel auf natürliche Weise fermentiert werden müssen. Natürlich fermentierte Lebensmittel sind reich an Milchsäurebakterien (die guten Organismen, die für den Fermentierungsprozess verantwortlich sind) und daher ein ausgezeichnetes Mittel, um Darmbakterien zu nähren.
Der einzige Nachteil ist, dass man sie täglich zu sich nehmen muss, um den maximalen Nutzen zu erzielen. Da es aber schwierig ist, diese Routine strikt einzuhalten und da viele Menschen den Geschmack von fermentierten Lebensmitteln nicht mögen, empfehle ich die tägliche Einnahme von probiotischen Zusatzpräparaten neben dem Verzehr von fermentierten Lebensmitteln.

Das ist der wirksamste Weg, um sicherzustellen, dass Sie ausreichend Probiotika zu sich nehmen, um Ihre Gesundheit zu verbessern.

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