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Gewürze – Die gut schmeckenden und duftenden Heilwunder

Können Sie sich ein Gericht vorstellen, dass nicht gewürzt ist? Und selbst, wenn es nur Salz und Pfeffer ist? Alles würde fad und langweilig schmecken. Aber Gewürze erfreuen nicht nur unseren Geschmackssinn, sondern sind auch wahre Gesundheitswunder. Welche Gewürze dabei ganz oben stehen, stelle ich Ihnen hier vor.

Warum Gewürze nicht nur lecker schmecken.

Gewürze enthalten ätherische Öle. Diese sorgen für den Duft und den Geschmack. Aber auch für ihre gesundheitlich vorteilhafte Wirkung. Denn sie gelangen über die Mundschleimhäute in die Blutbahn und von dort aus in den gesamten Körper. Gewürze beeinflussen also nicht nur den Geschmack, sondern auch die Gesundheit. Eine Erkenntnis, welche die heilkundliche und traditionelle Sicht auf viele Gewürze untermauert.

Auch die Wissenschaft springt auf den Zug auf 
Forscher der Pennsylvania State University haben sich eingehender mit dem Phänomen der gesundheitlichen Wirkung von Gewürzen beschäftigt. Sie untersuchten Probanden, die jeweils gewürzte und ungewürzte Speisen serviert bekamen. Anhand von Stoffwechseluntersuchungen wiesen die Forscher den positiven Einfluss der Gewürze nach.

Das heißt: Gewürze können u. a. dazu beitragen, Blutfettwerte zu regulieren und wirken sich positiv auf die Insulinproduktion aus. Aber das ist nur eine von vielen Wirkungen, die Gewürze auf Ihre Gesundheit haben.

Die Wirkung und Anwendung verschiedener Gewürze:

Cayenne
Das Gewürz hat eine schmerzlindernde Wirkung. Das liegt an einem Inhaltsstoff in der Pflanze, dem Capsaicin. Dieser Stoff reizt die Schmerzfühler in der Haut und lässt die Hautstelle erwärmen und besser durchbluten. Außerdem bremst Capsaicin einen Schmerzbotenstoff und lässt Schmerzsignale dadurch nicht mehr übertragen. Ihre Schmerzempfindung lässt nach.
Besonders vorteilhafte Zubereitung: Neben der Würzung Ihrer Speisen können Sie aus Cayenne auch eine schmerzhemmende Paste herstellen: Linderung bringt Ihnen eine Mischung aus einem Teelöffel Cayenne, den Sie
mit etwas Olivenöl anrühren und dann auf die schmerzenden Stellen auftragen.

Kurkuma (Gelbwurz)
Kurkuma ist eine mehrjährige Pflanze, deren Wurzeln in zu dem beliebten Gewürz gemahlen werden. Der Hauptwirkstoff von Kurkuma ist Curcumin, das dem Gewürz seinen bitteren, pfeffrigen Geschmack gibt. Traditionell wird Kurkuma verwendet, um Entzündungen, Erkältungen und Asthma zu kämpfen. Wissenschaftler haben nun auch entdeckt, dass es auch Anti-Krebs-Eigenschaften hat. Zudem hat Curcumin eine tiefgreifende Schutzwirkung für das Gehirn. Es erhöht die Anzahl der antioxidativen Enzyme im Gehirn und hilft so, die Neurodegeneration zu verhindern.
Besonders vorteilhafte Zubereitung: Kurkuma passt gut zu Reisgerichten. Würzen Sie auch andere Gerichte mit Kurkuma. Es eignen sich besonders Mayonnaiszubereitungen, Meeresfrüchte, Eierspeisen und alle asiatisch angehauchten Gerichte. In Currygewürzmischungen ist Kurkuma ebenfalls der Hauptbestandteil.

Chili
Das auch hier enthaltene Capsaicin regt die Produktion von Endorphinen im Körper an. Diese zählen zu den Glückshormonen.
Besonders vorteilhafte Zubereitung: Rösten Sie Chili vor dem Zermörsern kurz in der Pfanne an. Die Röststoffe intensivieren das Aroma.

Lorbeer
Lorbeer enthält viele Bitterstoffe, die verdauungsfördernd wirken und die Speichel- und Magensaftproduktion anregen. Zudem „killt“ Lorbeer Bakterien. Lorbeer passt perfekt zu Suppen, Rotkraut, Tomatensoße und Eintopf. Garen Sie die Blätter möglichst lange mit, damit er seine Wirkung optimal entfalten kann.
Besonders vorteilhafte Zubereitung: Backen Sie selbst Brot? Dann legen Sie unter den Teig mal eine Schicht Lorbeerblätter.

Fenchelsamen
Wenn Sie Verdauungsproblemen wie Blähungen oder Völlegefühl haben, ist Fenchel ideal. Die ätherischen Öle Fenchon und Anethol fördern die Bewegung der Magenmuskulatur, wirken krampflösend und fördern die Verdauung.
Besonders vorteilhafte Zubereitung: Fenchel passt gut zu Kartoffeln, Kürbis, Brot, Hühnerfleisch und auch Fisch. Haben Sie akute Probleme, können Sie jeweils nach dem Essen − oder bei Bedarf −, ein paar Fenchelsamen kauen.

Muskatnuss
Gewürze wie die Muskatnuss können das innere Feuer wieder entfachen. Muskat war bereits im 16. Jahrhundert für seine stimulierende Wirkung bekannt.
Besonders vorteilhafte Zubereitung: Würzen Sie einfach das Essen mit einer kleinen Brise Muskatnuss. Muskat passt zu allen Kohlsorten und Spinat besonders gut.

Schwarzkümmel
Verwechseln Sie Schwarzkümmel nicht mit normalem Kümmel. Schwarzkümmel sind die kleinen schwarzen Minisamen, mit denen Fladenbrot bestreut ist. Er enthält über 100 unterschiedliche Wirkstoffe, die unser Immunsystem pushen.
Besonders vorteilhafte Zubereitung: Schwarzkümmel ist ein perfekter Pfefferersatz. Er harmoniert zu Geflügel, Lamm, Gebäck, Kohl- und Korottengemüse und als Konterpunkt auch zu Obstsalat.

Pfeffer
Die enthaltenen Terpene regen die Darmtätigkeit an. Zudem wärmt Pfeffer und regt die Durchblutung an.

  • grüner Pfeffer = fein-nussig im Geschmack
  • schwarzer Pfeffer = am schärfsten
  • weißer Pfeffer = mild

Besonders vorteilhafte Zubereitung: Am besten mahlen Sie Pfeffer in der Mühle immer frisch.

Senf
Die ganzen Senfkörner helfen, schwer Verdauliches besser zu vertragen. Denn wenn Sie die Senfkörner zerbeißen, entsteht ein Stoff, der Fett aufspaltet. Außerdem hat Senf eine schleimlösende Wirkung und regt den Kreislauf an.
Besonders vorteilhafte Zubereitung: Senf und Senfkörner sind unglaublich vielseitig einsetzbar: Wild, Fleisch, Suppen, Soßen − es gibt nahezu kein Gericht, zu dem die Körner oder auch Senfpulver nicht passt. Haben Sie schon mal Senfsprossen probiert? Die passen hervorragend zu Salaten.

Vanille
Die ätherischen Öle der Vanille wirken stimmungsaufhellend und entspannend. Denken Sie nur an duftende Vanillekipferl. Bei dem Duft ist man doch direkt bestens gelaunt!
Besonders vorteilhafte Zubereitung: Frische Vanille ist für süße Gebäcke und Nachspeisen geeignet. Wenn die braunen Vanilleschoten außen einen Fettglanz haben, ist das ein gutes Qualitätsmerkmal!

Zimt
Zimt hebt die Laune, wirkt bakterienabtötend und befreit die Atemwege.
Besonders vorteilhafte Zubereitung: Auch Zimt aromatisiert eher süße Speisen, aber auch Getränke, wie Kakao, Tee und Kaffee. Harmoniert auch zu Gans und Ente. Probieren Sie es aus!

Essen Sie diese entzündungssenkenden Gewürzkombinationen!

Die scharfen Gewürze Chili, Kurkuma, Zimt und Ingwer enthalten Entzündungsblocker wie Curcumin, Gingerole oder auch Capsaicin. Jetzt ist es natürlich entscheidend, dass Sie diese Gewürze so oft wie möglich in Ihren Speiseplan integrieren. Das klappt folgendermaßen:

  • Kochen Sie stets mit den scharfen Gewürzen.
  • Rühren Sie Zimt in Joghurt oder Kakao ein.
  • Trinken Sie täglich selbstgebrühten Ingwertee (einfach ein Stückchen frischen Ingwer abschneiden, die Schale abschaben, mit heißem Wasser überbrühen und nach zehn Minuten trinken).
  • Lösen Sie einen Teelöffel Kurkuma in etwas Öl und geben Sie das Gewürz an den Reis. Dann ist der Reis nicht nur gesünder, sondern auch hübsch gelb eingefärbt.

Entscheidend ist, dass Sie täglich dranbleiben und so viele der entzündungshemmende Gewürze wie möglich verzehren.

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