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Der Winter kommt: Warum Kälte für Ihre Herzgesundheit besonders gefährlich ist und wie Sie sich schützen

Tatsächlich haben im Herbst und Winter nicht nur Erkältungen Hochsaison: Auch die Anzahl der Herzinfarkte und Angina-pectoris-Anfälle steigen in der kalten Jahreszeit deutlich an. Was lange nur gemutmaßt wurde, bestätigt nun eine aktuelle Studie aus Belgien. Wie Sie die Gefahren starker Temperaturschwankungen abwenden und Ihr Herz schützen, erfahren Sie hier.

Plötzliche Kälteeinwirkung und ihre Folgen.

Eine ganz normale Szene im Herbst oder Winter: Schnell vor die Tür, die Unmengen Laub oder den frisch gefallenen Schnee wegschaufeln. Das Problem für Menschen mit einer koronaren Herzerkrankung ist dabei weniger die Anstrengung, sondern vielmehr die Tatsache, dass sich die Herzkranzgefäße durch die plötzliche Kälteeinwirkung verkrampfen und den Blutfluss unterbrechen. Das Herz muss das Blut dann gegen einen erhöhten Widerstand in die Blutgefäße pumpen, was je nach Vorerkrankung des Herzens zu einer gefährlichen Überlastung des Herzmuskels führen kann. Zudem kommt es durch die Kälte zu einer Zunahme der Gerinnungsfaktoren und anderer Faktoren im Blutstrom, die zu einem Gefäßverschluss führen können. Dieser Gefäßverschluss ist dann verantwortlich für den Infarkt. In jedem Fall führt dieser Zustand zu einer Durchblutungsstörung des Herzens, die das typische schmerzhafte Engegefühl in der Brust, Atemnot und eine mangelnde Sauerstoffversorgung des Körpers hervorruft − der Angina pectoris-Anfall ist da.

Achtung! Die Angina-pectoris-Symptome sind die Vorstufe zum Herzinfarkt.

Achten Sie bei Kälte auf diese Anginapectoris-Symptome: 

  • Anfallartige Schmerzen in der Brust, Herzstiche oder Herzklopfen
  • unregelmäßiger Herzschlag
  • Kribbelgefühle und Schmerzen, v. a. im linken Arm bis zum kleinen Finger
  • Schmerzen in Oberbauch oder Rücken

Fast 10 % mehr Herzinfarkte!

Aber nicht nur Angina-pectoris-Anfälle treten durch den Kälteschock gehäuft auf. Auch die Anzahl der Herzinfarkte steigt um sieben Prozent an. Und das − laut einer Studie der Universität Antwerpen − bereits bei einem Rückgang der Temperatur um nur zehn Grad, was bei einem Heraustreten aus der beheizten Wohnung ins Freie schnell erreicht ist.

Achtung! Solche Temperaturschwankungen treten auch bei Saunabesuchen ein, wenn Sie nach dem Saunagang in das eiskalte Tauchbecken gehen. Verzichten Sie darauf besser!

Wie Sie die Gefahr für Ihr Herz ausschalten …

Allein der Gang in die Kälte ist für Ihr Herz schon anstrengend. Die Auswahl der Kleidung ist also schon mal ein erster wichtiger Schutz. Verzichten Sie bei Kälte am besten auf körperliche Tätigkeiten, die eine Spitzenbelastung von Ihnen verlangen, z. B. große Schneemengen durch die Gegend wuchten. Machen Sie das Schneeschippen besser immer nur mit sehr kleinen Mengen oder kaufen Sie sich eine Schneefräse.

Achtung! Das bedeutet nicht, dass Sie bei kalten Temperaturen komplett auf körperliche Aktivitäten verzichten sollten, aber bitte immer nur moderat.

So sorgen Sie vor: Sind Sie Herzpatient, geht es in erster Linie darum, dass Sie einen Angina pectoris-Anfall von vorneherein vermeiden. Das können Sie erreichen, in dem Sie prophylaktisch ein Akutnitrat bzw. ein Nitrospray (z. B. Nitrolingual® akut Spray) anwenden, bevor Sie das Haus verlassen. Der Spray entspannt und weitet die glatte Muskulatur der Blutgefäße. Das entlastet das Herz und der Blutdruck sinkt. Jetzt sind die Gefäße für einen größeren Blutdurchfluss geweitet und das Herz besser mit Sauerstoff versorgt.
Die Folge: Es kommt erst gar nicht zu den typischen Symptomen wie Brustenge und Atemnot.

Mein Tipp: Einen gewissen Schutz vor den Auswirkungen sinkender Temperaturen haben laut einer Studie britischer Wissenschaftler Menschen, die bereits über lange Zeit Acetylsalicylsäure einnehmen. Sprechen Sie Ihren Arzt darauf an.

Falls der Notfall doch eintritt:

Haben Sie nicht vorgesorgt und es tritt dennoch ein Anfall ein, sprühen Sie schnell zwei Hübe unter die Zunge. Meist verschwinden die Symptome sehr schnell. Bemerken Sie keine Besserung, können Sie den Spray nach zehn Minuten erneut anwenden. Kommt es dann immer noch nicht zu einer Verbesserung, bitte schnell den Notarzt rufen.

Versorgen Sie Ihr Herz mit diesen 3 kraftvollen Herzschützern!

1. Kurkuma − die Herzschutz-Geheimwaffe aus Indien

Wenn Sie die ostindische Esskultur mögen, werden Sie erfreut sein zu erfahren, dass Sie durch Kurkuma antioxidativen Herzschutz erhalten.

Kurkuma ist ein häufig in dieser Küche zu findendes, gelb-oranges Gewürz, das seit mehr als 6.000 Jahren für medizinische Zwecke verwendet wird!

Die Wirkstoffe in Kurkuma sind Curcuminoide, die Kurkuma ihre intensive Farbe geben. Wenn Sie sich nichts aus dem Geschmack dieses Krauts machen, können Sie Kurkuma-Extrakt nehmen. Ich empfehle 250 bis 500 mg täglich.

2. Versorgen Sie sich mit Coenzym Q10 (CoQ10)

Ich halte Coenzym Q10 für einen der wichtigsten Nährstoffe zur Aufrechterhaltung eines gesunden Herzens. Er erhöht die Energie auf zellulärer Ebene, insbesondere im Herzen, und befähigt den Herzmuskel, das Blut effizienter zu pumpen.

CoQ10 unterstützt auch die Erhaltung gesunder Cholesterinwerte. Untersuchungen haben gezeigt, dass Coenzym Q10 hilft, die Oxidation von LDL – der entscheidende Schritt, der zu Arterienverstopfung führt – zu regulieren. CoQ10 verhindert im Wesentlichen, dass mehrfach ungesättigte Fettsäuren im LDL-Teilchen oxidieren.

Wenn wir älter werden, sinken die Konzentrationen von Q10 in unserem Körper. Es hat sich außerdem gezeigt, dass eine medikamentöse Statintherapie das CoQ10-Niveau im Körper abbauen kann. CoQ10-Ergänzungsmittel können helfen, diese Bestände wieder aufzufüllen.

Zur Unterstützung eines gesunden Cholesterinspiegels empfehle ich die Einnahme von 100 bis 300 mg CoQ10 pro Tag. Ich schätze wasserlösliches CoQ10, das besser resorbiert wird als die trockene Form.

3. Machen Sie eine Knoblauch-Zitronen-Kur

Durch die Kur werden Sie schon nach kurzer Zeit bemerken, dass Sie sich leistungsfähiger und gesünder fühlen. Das liegt daran, dass die Gefäße durchgängiger werden. Somit verbessern sich auch die Nebenerscheinungen der Arterienverkalkung, wie Seh- und Hörschwäche, Bluthochdruck, Durchblutungs- und Konzentrationsstörungen und der Cholesterin- und Triglyceridspiegel sinkt.

Was Sie dazu benötigen:
5 Bio-Zitronen oder unbehandelte Zitronen
30 Gramm frischer Knoblauch
1 Liter Wasser
Glasflache mit 1 Liter Fassungsvermögen

Und so wird es gemacht:
Schälen Sie die Knoblauchzehen und die Zitronen. Zerkleinern Sie alles im Mixer. Alles in einem Liter Wasser einmal kurz (!) aufkochen. Seihen Sie die Mischung ab und füllen Sie die Flüssigkeit in eine Glasflasche ab. Diese bewahren Sie bitte kühl und dunkel auf (Kühlschrank oder Keller). Trinken Sie drei Wochen lang täglich ein Schnapsglas vor dem Abendessen. Danach pausieren Sie eine Woche und wiederholen die Kur. Führen Sie die Kur zweimal jährlich durch.

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